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Taufe, Firmung

Wie wird der Taufritus durchgeführt?

Für das Sakrament der Taufe braucht man ein Umhängekreuzchen, ein weißes Hemd, ein reines Tuch, Wechselkleidung sowie das Formular der Taufbescheinigung. In diesem Formular wird nach der Durchführung des Sakraments die Eintragung gemacht, wo und von wem der Täufling getauft wurde.   

Das erste Gebet, das im Gotteshaus für den Täufling gelesen wird, ist gewöhnlich das Gebet der Namensgebung. Den Namen für das Kind wählen die Eltern. Der Heilige, zu dessen Ehren der Name gegeben wird, wird nach der Tradition der Russischen Kirche als himmlischer Schutzherr des Täuflings verehrt, und der Gedenktag dieses Heiligen ist auch der Namenstag, oder im Volksmund – der Tag des Engels.

Dem Ritus der Taufe geht die Lossagung vom Teufel voran. Der Priester liest sogenannte Verbotsgebete und verbietet dem Satan in Gottes Namen, im Herzen des Täufling zu herrschen. Der Mensch wird als neugewählter Soldat Christi bezeichnet.  

Der Täufling (oder die Taufeltern, falls der Täufling im Säuglingsalter ist) wendet sich mit dem Gesicht nach Westen, und widersagt in  Beantwortung der Fragen des Priesters dreimal dem Satan und seinen Taten, ihm zu dienen und seinem Hochmut. Als Zeichen der Verachtung des Satans und der Kriegserklärung gegen ihn (ein Krieg, der das ganze Leben lang dauern wird) bläst und spuckt der Täufling den Satan an.

Der künftige Soldat Christi beantwortet weiter die Fragen des Priesters , antwortet dreimal, dass er sich mit dem Herrn Jesus Christus verbindet und sagt:

„Ich glaube ihm, dem Kaiser und dem Gott“. Dann spricht der Täufling das Glaubensbekenntnis, in dem grundlegende Wahrheiten der orthodoxen Lehre dargelegt sind.  

Danach beginnt der Taufritus. Zuerst wird das Taufwasser gesegnet und geweiht. Als Symbol der Gnade Gottes für den Menschen, der sich vorbereitet, Mitglied der Kirche zu werden, salbt der Priester seine Stirn, Brust, Schultern und Beine mit heiligem Öl .

Der Priester taucht den Getauften mit folgenden Worten ins Wasser: „Getauft wird der Knecht Gottes (Name) im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen“. Der Täufling bekommt nun weiße Kleider, welche die Gerechtigkeit vor Gott sowie die Unsterblichkeit symbolisieren; dann wird ihm das Kreuz umgehängt.  

Danach umschreitet der Priester mit dem Täufling und den Taufpaten dreimal das Taufbecken , wobei sie singen: „Die auf Christus Getauften bekleiden sich nun mit Christus. Hallelujah“.

Nach der Lesung von Abschnitten aus dem Römerbrief des Apostels Paulus und des Evangeliums nach Matthäus reinigt der Priester mit einem speziellen Schwamm jene Stellen, die mit dem heiligen Myron gesalbt wurden. Weiter folgt der symbolische Haarschnitt, welcher die Gehorsamkeit und Opferbereitschaft des neuen Streiters im Heer Christi symbolisiert.

Alle Ihren Fragen, die kirchliche Riten, den Sinn und die Bedeutung der Gebete und sakraler Handlungen betreffen, können Sie dem Priester stellen.  

Das Sakrament der Firmung

In der Orthodoxen Kirche sind in einem Ritus zwei Sakramente vereinigt: Gleich nach der Taufe folgt die Firmung, durch welche der Heilige Geist zu den Menschen kommt. Mit den Worten „Siegel der Gabe des Heiligen Geistes. Amen“ salbt der Priester getauften Menschen Stirn, Augen, Nasenflügel, Mund, Brust, Hände und Füße mit dem heiligen Myron. Das Salböl ist ein in besonderer Weise vorbereitetes wohlriechendes Öl, das vom Oberhirten der Kirche gesegnet wird, und zwar vom Patriarchen.

In welchem Alter Kinder getauft werden können

Kinder können in jedem Alter getauft werden – je früher desto besser. Die Eltern des Kleinen dürfen und sollen im Kirchenhaus anwesend sein und für ihr Kind beten – während des Sakraments und auch bis zum vierzigsten Tag nach der Geburt.

Gemäß den kirchlichen Vorschriften wird der Taufpate bzw. die Taufpatin für Kinder und Erwachsene des gleichen Geschlechts wie der Getaufte selbst ausgewählt. Aber nach der russischen Tradition hat der Getaufte zwei „Taufeltern“ – einen Taufpaten und eine Taufpatin. Es ist auch möglich, einen Taufpaten des anderen Geschlechts als der Täufling selbst hat auszuwählen. Die Hauptanforderung bei der Wahl der Taufeltern besteht darin, dass sie im orthodoxen Christentum getauft und ein kirchliches Leben führen sollen. Nicht-orthodoxe Christen oder Andersgläubige können keine Taufeltern sein. Außerdem dürfen der Ehemann oder die Ehefrau des Getauften nicht sein Taufpaten sein. Zwischen den Taufpaten und dem Getauften ist keine zukünftige Eheschließung möglich. Außerdem ist es nicht möglich, in Abwesenheit Taufpate zu werden, das heißt ohne Teilnahme am Sakrament.

Alle Ihre Fragen, die kirchliche Riten, den Sinn und die Bedeutung der Gebete und sakraler Handlungen betreffen, können Sie dem Priester stellen.

Was ist zu tun, wenn der Erwachsene nicht genau weiß, ob er getauft ist?

Im Fall, dass der Erwachsene nicht weiß, ob er in der Kindheit getauft wurde, soll er sich an einen Priester wenden.